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BERUFSBEGLEITENDE
ZUSATZAUSBILDUNG -
Qualifikation für Rhythmische Erziehung
Ziel Ziel
dieser Zusatzausbildung ist es, die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu befähigen, die Rhythmische Erziehung in den erlernten, ausgeübten oder angestrebten Beruf zu integrieren.
Die Zusatzausbildung wendet sich an
Menschen aus pädagogischen, therapeutischen
und künstlerischen Arbeitsfeldern. Sie dauert knapp 2 Jahre
und besteht aus sechs Nahunterrichts- und
sechs Fernunterrichtphasen. Es werden fünf Fächer unterrichtet. Die
berufsbegleitende Zusatzausbildung ist als
Fernlehrgang durch die Staatliche Zentralstelle
für Fernunterricht der Länder der BRD, Köln,
unter der Nummer 615982 zugelassen. In einzelnen Bundesländern ist die Zusatzausbildung als Bildungsurlaub anerkannt.
Zielgruppen In folgenden Arbeitsfeldern können Sie die spezifischen Methoden der Rhythmischen Erziehung anwenden:
- in Kindergarten und Hort
- in der Grundschule und weiterführenden Schulen
- in der Musikschule
- in Schulungsstätten für Bewegung und Tanz
- in heil- und sonderpädagogischen Einrichtungen
- in Einrichtungen zur Freizeitgestaltung von Kindern und Jugendlichen
- in der Erwachsenenbildung und Seniorenarbeit
- in sozialpädagogischen Ausbildungsstätten
Die Rhythmische Erziehung eignet sich besonders für integrative Arbeitsansätze.
Voraussetzungen - Eine abgeschlossene pädagogische, therapeutische oder künstlerische Ausbildung beziehungsweise entsprechende berufliche Praxis - Musikalische Grundkenntnisse und Spiel eines Instrumentes: einfache Rhythmen und Melodien sollten Sie nach Gehör und nach Notation spielen können- Freude an Bewegung; Interesse an der Verbindung von Bewegung, Musik und Sprache- Bereitschaft über bekannte methodische Wege hinaus neue Aspekte für eine ganzheitliche Förderung kennen zu lernen und in die eigene pädagogische Arbeit einzubeziehen.
Kosten Die Gebühr für die Zusatzausbildung beträgt 2075 € und ist in sieben Quartalsraten à 275 € (Für BWR-Mitglieder beträgt der Betrag pro Quartalsrate 250 €) zu bezahlen. In der sechsten Phase wird eine Prüfungsgebühr von 150 Euro erhoben. Die Kosten für Unterkunft und Verpflegung während der Nahunterrichtsphasen richten sich nach den Tagessätzen der Ausbildungsstätten
Ausbildungsstätten Unsere Lehrgänge finden an folgenden Standorten statt:
Nordkolleg Rendsburg,
Akademie für kulturelle Bildung in Schleswig-Holstein, Am Gerhards Hain 44, 24768 Rendsburg
Landesmusikakademie Sachsen-Anhalt, Stiftung Kloster Michaelstein, 38889 Blankenburg / Harz
Landesmusikakademie Nordrheinwestfalen, 48616 Heek-Nienborg
Landesmusikakademie Rheinland-Pfalz,
56566 Neuwied-Engers
INHALTE
DER ZUSATZAUSBILDUNG
Rhythmik Rhythmik als pädagogisches Prinzip zur Integration von Wahrnehmen,
Bewegen, Fühlen und Denken;
Erleben und Gestalten von Zeit, Raum, Dynamik und Form / Gestalt als
gemeinsame Basis von Musik und Bewegung. Erfahrungen in der Wechselbeziehung
von Musik, Bewegung und Sprache bilden die Grundlage für nonverbale
Gruppenprozesse, Improvisation und Gestaltung. Weitere Inhalte sind
zum Beispiel: Rhythmisch-Metrische Koordination, experimenteller Umgang
mit verschiedenen Materialien, Objekten, Instrumenten, Bildern zur
Intensivierung der persönlichen Erlebnis- und Ausdrucksmöglichkeiten. Bewegungsbezogene
Improvisation Bewegungsbegleitung mit Stimme, Rhythmus- und Melodieinstrumenten;
improvisatorisches Gestalten und Variieren von Bewegungsmodellen und
musikalischen Formen, wobei Musik und Bewegung sich wechselseitig
stimulieren und inspirieren. Bewegung
Körper- und Bewegungsbewußtsein; Spannung
und Entspannung; Arbeit an Grundbewegungsarten, an der Bewegungskoordination,
an den Ausdrucksfähigkeiten des Körpers; Kreativer Tanz
unter Einbeziehung von Geräten und Materialien und Entwicklung
von Bewegungsgestaltungen. Musik Bewußtes Hören und Vermittlung rhythmischer und melodischer
Grundelemente (zum Beispiel Puls, Takt, Rhythmus, Intervalle, Tonskalen
...); Melodiebildung, vor allem im Hinblick auf bewegungsbezogene
Formen und Varianten; gemeinsames Musizieren mit Stimme und Instrumenten;
Erarbeitung musikpädagogischer Aspekte, vor allem in Korrespondenz
zur Rhythmischen Erziehung. Methodik und Theorie
der Rhythmik Praktische Unterrichtseinheiten mit Erwachsenen und Kindern; Aufbau,
Analyse und Reflexion von Unterrichtseinheiten; theoretische Fundierung
der praktischen Arbeit durch die Auseinandersetzung mit verschiedenen
historischen wie aktuellen Ansätzen zur Rhythmischen Erziehung
in der Fachliteratur.
ABLAUF DER ZUSATZAUSBILDUNG
Die Zusatzausbildung ist berufsbegleitend
angelegt und gliedert sich in sechs Fernunterrichts- (ca. 6oo Stunden
Arbeit zuhause) und sechs Nahunterrichtsphasen (260 Unterrichtsstunden
an einem unserer Lehrgangsstandorte,
an dem Sie im Tagungshaus übernachten können und verpflegt
werden). Fern- und Nahunterricht wechseln einander ab
FERNUNTERRICHT
Die erste Fernunterrichtsphase beginnt
ca. sechs Wochen vor der ersten Nahunterrichtsphase. Hier beschäftigen
Sie sich mit ersten Informationen über die Rhythmische
Erziehung. In kurzen schriftlichen
Arbeiten informieren Sie uns über Ihre Vorerfahrungen in Musik,
Bewegung und Rhythmik. Zweite
bis fünfte Phase: Die praktischen und schriftlichen
Aufgaben dienen der Aufarbeitung, Vertiefung und praktischen Anwendung
der in den jeweiligen Nahunterrichtsphase erworbenen Kenntnisse.
Ganz wichtig: Sie brauchen eine Gruppe (Kinder oder Erwachsene),
mit der Sie regelmäßig praktische Erfahrungen in Rhythmischer
Erziehung sammeln. Sechste
Phase: Jetzt bereiten Sie sich auf die Prüfung
und auf die von allen TeilnehmerInnen gemeinsam gestaltete Abschlussaufführung
vor.
NAHUNTERRICHT (am Tagungsort)
Erste
Phase (5 Tage): Hier geht es richtig los: In dieser Phase
erleben Sie Rhythmische Erziehung praktisch. Sie werden vertraut
mit allen Lehrgangsfächern, mit den Dozentlnnen, mit den anderen
Lehrgangsteilnehmerlnnen. Diese Phase dient Ihrer Eigenerfahrung
und Orientierung. Am Schluss entscheiden Sie, ob Sie den Vertrag
über die gesamte Zusatzausbildung unterschreiben. Zweite
Phase (5 Tage): In diesen Tagen erwerben Sie weitere Grundlagen
und erleben erste Anwendungsversuche in der Praxis mit Kindern und
Erwachsenen. Dritte
und vierte Phase (je 5 Tage): Diese Phase hat einen klaren
methodischen Schwerpunkt: Es geht um die Umsetzung der bisher erfahrenen
Inhalte mit Kindern und Erwachsenen. Die TeilnehmerInnen machen
ihre ersten Praxisversuche, erleben und reflektieren methodische
Vielfalt. Fünfte
Phase (7 Tage): Die bisher erworbenen Kenntnisse
werden vertieft und erweitert; es geht schwerpunktmäßig
um gestalterisch-kreative Aspekte, um die Steigerung Ihrer individuellen
Ausdrucksfähigkeiten Sechste
Phase (7 Tage): Nach einführenden Unterrichtstagen erfolgen
die Prüfungen in allenFächern.
Diese Phase hat ihren Höhepunkt in der gemeinsamen Abschlussaufführung
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